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9 MEDIEN Medien Wie sollen Kinder mit Smartphones, Tablets, Konsolen & Co. umgehen? Smartphones, Tablets, Spielkonsolen und Smart-TVs gehören zum Leben heutzutage dazu. Durch die Corona-Pandemie hat ihre Nutzung einen Schub, aber auch mehr Akzeptanz erfahren. Wie sollten Eltern den Umgang ihrer Kinder mit Medien hand- haben? Darauf haben die Medien-Pädagogen Moritz Becker aus Hannover und Jürgen Ermer aus dem emsländischen Börger Antworten. sagt er weiter. Er wisse von fünf- bis sechsjährigen Kindern in Kitas, die wischen, wenn sie im Buch ein Blatt umblättern wollen, berichtet Becker. „Manche Kinder können keine Schlei- fe binden, was ich als wichtig erachte.“ Wenn Kinder aber diese motorischen Fähigkeiten besitzen, sei es laut Becker kein Widerspruch, ihnen das Smartphone zu überlassen. Es sei möglich, sowohl ein Tablet bedienen zu können, als auch die Schleife zu binden. Es sollte nicht so sehr um ein „entweder/ oder“ gehen, sondern ein gesundes „sowohl/als auch“. Eltern sind auch in der digitalenWelt Vorbilder Eltern sind bei der Medien-Nutzung Vorbilder. „Wenn ein Kind mit Bauklötzen spielt und seinen Eltern dieses zeigen will, die Eltern aber lieber eine spannende Serie schauen wollen, dann kann das problematisch sein“, sagt Becker. Die Kinder lernen, dass Unterhaltungsmedien wichtiger sind, als die Kommuni- kation in der Familie. Wenn Eltern in der Küche arbeiten und keine Zeit zum Bauklötze schauen haben, sei es auch mal in Ordnung, nicht zu kommen. Manchmal gehe Arbeiten vor. „Man sollte es offen kommunizieren, dass ein Tablet Arbeits-, Kommunikationsgerät und Werkzeug in einem ist“, sagt er. F ür die meisten Kinder ist das Smartphone ein Spielzeug, das eine starke Faszination ausübt. Warum ist das so? „Das Smartphone hat den Ruf, ein Spielzeug zu sein, das sehr angesagt ist. Es ist aktueller als das Fernsehen“, sagt der 46-jährige Moritz Becker, der als Medien-Pädagoge für den Hannoveraner Verein smiley mit Schulklassen arbeitet und Vorträge für Eltern über das Thema Medien hält. „Für Kinder im Kleinkindalter ist das Smartphone erstmal ein Gegenstand, der durch bunte Farben und bewegte Bilder auf- fällt“, sagt Jürgen Ermer. Außerdem nehmen sie wahr, wie ihre Eltern mit demGegenstand umgehen, imitieren das Verhalten, sagt er weiter. „Später ist es interessant, dass beim Berühren des Bildschirms sich etwas verändert“, so Ermer, der Bürger für den Landkreis Emsland zum Thema Medien berät. Sind Smartphones sinnvoll für Kinder? Mittlerweile seien Kinder Zielgruppen für Spiele auf dem Smartphone, die bewusst simpel gehalten sind. „Kinder wer- den sehr früh von Eltern an Handys und Tablets gewöhnt, wenn Langeweile entsteht“, so Becker. Ob das so in Ordnung ist, stehe vor dem Hintergrund, was das Kind sonst macht,
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